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Die archäologische Zone von Largo di Torre Argentina:

 

Der in der Zwischenkriegszeit, im Rahmen von Bautätigkeiten seitens des faschistischen Regimes, im Heiligen Bezirk (dem „Area Sacra“) am Largo Torre Argentina vorgenommene Eingriff, stellt zwar einen der geringfügigeren, aber nicht umso weniger wichtigen urbanistischen Interventionen dar.
 

Den Mussolinischen Demolitions-Spitzhacken fallen auch einige Paläste und Kirchen des Renaissancezeitalters zum Opfer, darunter der Sitz der Französischen Botschaft beim ehemaligen Kirchenstaat, nämlich Palazzo Cesarini-Sforza, sowie die Kirche „San Nicola a’ Cesarini“...
 

Ans Tageslicht gelingen, nach drei Jahren Arbeit (zwischen 1926 und 1929) vier heidnische Tempel, unter den ältesten, die in der Hauptstadt bis dato entdeckt wurden, da sie eindeutig aus der „Republikanischen Zeit“ stammen, also vor der Kaiserzeit: aus der Periode der Ursprünge Roms (um 400 vor Christi Geburt), Gründerzeit an deren Traditionen sich das Regime Benito Mussolinis beruft.
 

Für Mussolini wird Largo Torre Argentina, mit seinen imposanten Ruinen, eine Pflichtetappe für die „großen“ ausländischen Herrscher, seinen Staatsgästen, auf ihrer Anreise unterwegs zum Palazzo Venezia (am gleichnamigen Platz), wo sich das Büro des Diktators befand. So geschah es auch dass, anlässlich des Rombesuchs von Adolf Hitler im Mai 1938 - nachdem er am (eben zu diesem Anlass errichteten und gerade fertig gestellten) Ostiense Bahnhof angekommen war - der deutsche „Führer“ in einer Limousine, natürlich mit rigoros zurück geklappten Kabriodach, mit Absicht zuerst und an genau den antiken römischen Tempeln vorbeichauffiert wurde.
 

Auf diese Weise konnte der „Duce“, der sich auf selbstgefällige und arrogante Art als „Neuer Augustus“ ausgab, mit Stolz von seiner zentralen Machtposition im Herzen des einstigen Alten Roms prahlen: inmitten der ältesten Tempel, am Torre Largo Argentina (im Foto, oben Bildmitte) und dem Forum Romanum, sowie dem Kolosseum – beide aus der Kaiserzeit. Mussolini behauptete der einzige und alleinige, würdige, mächtige, dynamische, sittsame, wahre Erbe und Fortfahre der Römerkaiser und derer großen römischen Kultur zu sein.
 

DIE TEMPEL DES „AREA SACRA“

 

                  

Tempel A:   ist wahrscheinlich der Göttin Juturna gewidmet und im 3. Jahrhundert v. Chr. gebaut worden um den römischen Sieg 241 v. Chr. über die Karthager zu feiern. Höchstwahrscheinlich ist auf den Fundamenten dieses Tempels die Kirche San Nicola de' Cesarini errichtet worden, von der noch einige Reste vorhanden sind.


Tempel B:   ist der einzige unter den vier Tempeln der auf rundem Grundriss gebaut wurde und von dem, außer seinem Podium, noch 6 Säulen stehen.
Man glaubt das seine Errichtung dem Konsul Quintus Lutatius Catullus, Zeitgenosse von Caius Marius, anlässlich der Feier des Siegs über die Zimbern 101 v. Chr., bei Alessandria im heutigen Piemont, zu verdanken sei. Der Tempel „Aedes Fortunae Huiusce Diei“ ( Das Glück des Heutigen Tags) genannt, war, natürlich, der Göttin Fortuna geweiht, die wahrscheinlich in Form einer Kolossalstatue vertreten war und deren Reste, heute im Kapitolsmuseum aufbewahrt, neben demselben Tempel gefunden wurden. Es sind von der Statue der Kopf, die Waffen und die Beine gefunden worden wahrscheinlich weil sie aus Marmor sind, während die anderen Körperteile, von einem Gewand aus Bronze verkleidet, verloren gegangen sind.
 

 

 

Tempel C:    ist der älteste der vier Tempel, mit Wahrscheinlichkeit Feronia geweiht, der Fruchtbarkeitsgöttin der Antike, dessen Bau aus dem 4. oder 3. Jahrhundert v. Chr. stammt.
Nach dem Brand im Jahr 80 n. Chr. wurde der Tempel restauriert; das schwarz-weiße Mosaik im Inneren der Tempel-„Cella“ stammt aus der Zeit.


 

 

Tempel D:   ist der größte der vier und ist aus dem 2. Jahrhundert vor Christi Geburt. Man nimmt an er sei den Lares Permarini gewidmet. Nur ein Teil des Tempelgebäudes ist ausgegraben worden, großteils befindet sich nach wie vor unter dem Straßenbelag der heutigen Via Florida. 
 

 
Früher (1926)
Heutzutage (2009)

 

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